Fußkrankheiten

„Gesunde Füße braucht der Mensch! Über ein Drittel aller Erwachsenen klagt über Fußprobleme. Der Erhalt Ihrer Fußgesundheit steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erhalt Ihrer Lebensqualität.“

 

Diese Seite dient der nachvollziehbaren Erläuterung von Fußerkrankungen.

Achillodynie


Die Achillodynie zählt zu einer der häufigsten Erkrankungen des Fersenbeins. Sie stellt ein Schmerzsyndrom der Achillessehne, dem Ansatz der Wadenmuskulatur am Fersenbein dar und zählt zur Gruppe der Insertionstendopathien. Bekannt ist die Achillodynie auch zum Beispiel als „Golfer-“ oder „Tennisellenbogen“.

Hierbei handelt es sich um eine entzündliche Reaktion auf eine mechanische Schädigung des Sehnengewebes, verursacht durch Mikrotraumata. Diese Veränderung des Gewebes treten in der Regel circa 2 cm bis 6 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein auf.


Hallux vallgus

(Schiefstand des Großzehs)


Bei einem Hallux valgus wird vor allem durch die Fehlstellung des Mittelfußknochens das Großzehengrundgelenk stark in Richtung des Fußinnenrandes gedrückt. Die Haut ist an dieser Stelle häufig gerötet und stark geschwollen. Eine Fehlbelastung kann beispielsweise durch das Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen und das Zusammendrücken der Zehen in der Schuhspitze führen. Meist gehen dem Hallux vallgus andere Fußfehlstellungen voraus.

Die Stelle auf Höhe des Großzehengrundgelenks wird auch als „Großzehenballen“ und der Hallux vallgus selbst als „Ballenzeh“ bezeichnet. Durch die ständige Druckbelastung und die dadurch bedingten chronische Entzündung an der Haut sowie im Großzehengrundgelenk kann der Hallux vallgus Schmerzen verursachen. Diese werden im Verlauf, typischerweise nach Jahren, immer stärker werden. Möglicherweise wird das Großzehengrundgelenk dabei so stark geschädigt, dass es dort nach einigen Jahren zu starkem Gelenkverschleiß (Arthrose) kommt.

 

Plantarfasziitis


Ist eine Entzündung der Sehnenplatte, beziehungsweise der Fußsohle und wird typischerweise durch Überbeanspruchung ausgelöst. Oftmals wird für dieses Krankheitsbild fälschlicherweise der Begriff „Fersensporn“ verwendet. Betroffen ist meist der Ansatz der Sehnenplatte am Fersenbein. Die Plantarfasziitis äußert sich durch Fersenschmerzen, die vor allem bei Druck und Belastung auftreten. 

Die Faszie hat die Aufgabe, dass Längsgewölbe zu spannen, den Rück. – und Vorfuß auszurichten, Stöße zu absondern und passiv das Fußgewölbe zu heben. Sie verbindet die Fußwurzel mit dem Mittelfußknochen und den Zehengrundgelenken.

Metatarsalgie


Ist der Fachbegriff für einen drückenden oder brennendenden Schmerz unter den Mittelfußköpfchen. Dabei handelt sich meist um belastungsabhängige Schmerzen, welche die Knochenhaut und Weichteilstrukturen in einen Reizzustand versetzen. Meist treten die Schmerzen des Mittelfußes während einer Belastung auf, beispielsweise beim Laufen. Des Weiteren kann eine Metatarsalgie auch auf das falsche Schuhwerk zurückzuführen sein.

Besonders Frauen, die gern und oft Schuhe mit hohem Absatz tragen oder den Fuß in zu enges Schuhwerk zwängen fördern die Fehlbildung des Fußes, was wiederum eine Metatarsalgie verursachen kann. Patienten, die von einer Metatarsalgie betroffen sind, klagen über eine vermehrte Schwielenbildung (Hornhaut) im Bereich der Mittelfußköpfe sowie Schmerzen im Bereich des Mittelfußes.


Fersensporn

(Kalkaneussporn)


Der untere Fersensporn ist eine schmerzhafte knöcherne Auswucherung am Fersenbein. Durch eine erhöhte Belastung wird ein Reiz der Sehnenfasern in Gang gesetzt, der eine Knochenbildung am Fersenbein verursacht, Durch die neue Druckbelastung kann es zu Entzündung des umliegenden Gewebes kommen. Typische Ursachen für ein Fersensporn sind Fußfehlbildungen wie ein zu flaches Fußgewölbe, Überbelastung oder schlechtsitzende Schuhe. Aber auch Übergewicht zählt zu einer der Ursachen.

 

Morton Neurom


Unter Morton Neurom versteht man eine schmerzhafte, periphere Nervenerkrankung des Fußes, die durch Schwellungen an den Interdigitalnerven im Bereich der Mittelfußköpfchen hervorgerufen werden. In der Bevölkerung ist das Morton Neurom auch bekannt als „Spreizfuß“. Die veränderte Belastung des Vorfußes durch den Verlust des Quergewölbes führt zu einer mechanischen Reizung der Hautnerven an der Fußsohle. Die lang anhalte Reizung der Nerven führt zu einer Schädigung des Nervs.

Der Sichelfuß


Der Sichelfuß stellt eine angeborene oder nachträglich erworbene Fehlstellung des Fußes dar. Die Zehen und der Mittelfuß richten sich verstärkt nach innen. Sichelfüße treten meist an beiden Füßen auf. Sie verursachen für gewöhnlich keine Schmerzen und schränken die Bewegungsfreiheit nicht ein. Je nach Ausprägung der Fehlstellung, kann eine Redressionsbehandlung mit Krankengymnastik, Gipsverbänden und Nachtschienen durchgeführt werden. Sollte die Fehlstellung bis zum Laufbeginn andauern, ist es möglich korrigierende Einlagen einzusetzen.

Nur bei stark ausgeprägten Sichelfüßen, an denen sich keine Verbesserung durch die genannten Behandlungsmaßnahmen einstellt und ebenfalls zukünftig Probleme bereiten, sind operative Verfahren angezeigt. 

Sesamoiditis

(Entzündung der Sesambeinchen)


Die Sesambeinchen sind eine anatomische Besonderheit: Es handelt sich um zwei Erbsengroße knöcherne Gebilde, die unter der Großzehenballen liegen, eingebettet in eine Sehne. Die Reizung der Sesambeinchen am Zehengrundgelenk kann durch eine Abrollsperre im Vorfußbereich verursacht werden. Auch wiederholte Überbelastung und unpassende Schuhe können Ursache für eine Sesamoiditis sein.

Besonders häufig tritt diese Krankheit bei Sportlern, zum Beispiel im Bereich Tanz, Fußball oder Baseball auf.


Hallux rigidus

(Artrose des Großzehegrundgelenk)


Hallux rigidus ist eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Großzehe. Grund dafür ist oftmals, der altersbedingte Gelenke Verschleiß. Männer sind hiervon stärker betroffen als Frauen. Schreitet der Hallux rigidus weiter fort, versteift das Großzehengrundgelenk zunehmend. Schließlich kann die Großzehe dann weder nach oben noch nach unten bewegt werden. Ein Hallux rigidus bildet sich nicht von selbst zurück, sondern schreitet ohne Behandlung weiter fort.

Mit geeigneten Behandlungsverfahren ist es möglich die Beschwerden zu lindern und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Neben Schmerzmitteln und orthopädischen Hilfsmitteln Hier ist vor allem eine gute orthopädische Versorgung mit zum Beispiel Einlagen und geeigneten Schuhen zielführend. Ebenfalls ist es möglich einen Hallux ridigus mithilfe eines operativen Eingriffs zu beheben.

Der Knickfuß


Der Knickfuß (medizinisch Pes valgus) zeichnet sich durch eine Fehlstellung des Fußes aus, durch welche Ferse und Bein keine gerade Linie zueinander bilden, und die Ferse nach außen abknickt. auf. Das Längsgewölbe des Fußes wird durch die Fehlstellung der Ferse abgesenkt. Dadurch tritt der Knickfuß häufig in Verbindung mit einem Senkfuß oder einem Plattfuß auf. Die Abgrenzungen zwischen Knickfuß, Plattfuß und Senkfuß sind meist fließend.

Ein Knickfuß kann angeboren sein, oder auch im Laufe des Lebens entstehen.

Wer Fehlstellungen der Füße ignoriert, läuft Gefahr, dass auch die Knie, Hüfte und Rücken in Mitleidenschaft gezogen werden.

Beinfehlstellungen X-Bein und O-Bein

Beinfehlstellungen

X- Bein und O- Bein

Unsere Füße legen rund 10.000 Schritte Tag für Tag zurück. Keine große Herausforderung für unseren Bewegungsapparat und auch nicht für den menschlichen Fuß. Der menschliche Fuß ist darauf ausgelegt, unser komplettes Körpergewicht zu tragen und hohen Belastungen standzuhalten. Das erklärt, warum sich fast ein Achtel aller menschlichen Knochen im Fundament des menschlichen Körpers befindet. Noch wichtiger als die Knochen sind allerdings die Bänder und Sehnen, die dem Fußgebilde Spannung geben. Durch das daraus resultierende Längs- und Quergewölbe ist unser Fuß in der Lage, unser Körpergewicht beim Gehen, Laufen oder Springen abzufedern und an verschiedene Untergründe anzupassen. Der menschliche Fuß ist ein anatomisches Meisterwerk, aber aufgrund seiner Komplexität leider auch anfällig für Fehlstellungen.

Das Kniegelenk ist das stärkst belastete Gelenk im Körper. Beim Sport wirken bis zu 1,5 Tonnen auf diesen Gelenkapparat ein. In der Regel erfolgt dies ohne Schädigungen, vorausgesetzt die Belastung trifft senkrecht auf das Gelenk. Schon leichte, schräg einwirkende Kräfte oder schnelle Drehbewegungen können zu Reizungen oder Verletzungen führen. Daher sind Knieverletzungen und chronische Knieschmerzen gerade im Sport weit verbreitet. Hinzu kommt der natürliche Verschleiß, den das Kniegelenk weniger elastisch und daher verletzungsanfälliger macht.

Beinlängendifferenz, Skelett Fehlstellung, Seitenabweichung der Wirbelsäule

Machen Sie den Test, ob Sie bereits eine Fußfehlstellung haben!

Wichtig: Dieser Test ersetzt nicht die ärztliche Untersuchung!

  • Hautveränderungen

Untersuchen Sie zunächst die Haut Ihrer Fußsohle. Hornhautbildungen und Druckstellen sind ein sicheres Zeichen für eine Fehlbelastung. Die Haut versucht diese Stelle mit einem Hornhaut Polster zu schützen, sie wird rauer und dicker.

  • Längsgewölbe

    Belasten Sie beide Füße gleichmäßig und achten dabei auf die Innenseite ihrer Füße. Das Längsgewölbe des gesunden Fußes ist etwa 3 bis 4cm hoch.

    Kommen Sie mit einer Fingerspitze komplett unter den Fußinnenrand?

    Wenn nicht, spricht das für einen Senk- oder Plattfuß. Können Sie allerdings auch unter dem Fußaußenrand hindurch fassen, ist das ein Zeichen für einen Hohlfuß, dass Fußgewölbe ist überhöht.

  • Fersenlot und Achillessehne

Einen Knickfuß können Sie leicht an der Stellung der Ferse und am Verlauf der Achillessehne erkennen. Von hinten betrachtet steht die Ferse beim gesunden Fuß senkrecht und auch die Achillessehne verläuft vertikal nach oben. Machen Sie den Belastungstest: Stellen Sie sich auf ein Bein und halten das Gleichgewicht.

Was passiert mit der Ferse?

Knickt sie nach innen oder bleibt sie gerade?

  • Zehen und Vorfuß

Liegen Ihre Zehen gerade und entspannt auf?

Können Sie Ihre Zehenknöchel erkennen?

Ein sicheres Indiz für einen Spreizfuß ist die kreisrunde Hornhautbildung in der Mitte des Fußballens. Krallen- oder Hammerzehen sind gekrümmt- entweder in allen Gelenken bzw. nur im Endglied.

Beim Hallux valgus zeigt die Spitze der Großzehe zur Kleinzehe. Am Fußinnenrand im Bereich des Grundgelenkes bildet sich eine Verdickung, die unter Umständen schon eine Druckstelle aufweist.

  • Fußabdruck

Für den Schnelltest eignet Sie sich auch ein Stück Pappkarton oder ein dunkles Handtuch. Stellen sich mit nassen Füßen darauf und vergleichen anschließend ihren Fußabdruck mit der Grafik! (Senkfuß, Normalfuß, Hohlfuß)

Bei uns können Sie eine Exklusive exakte Fußanalyse per Fußdruckmessung auf einer Fußmessplatte machen lassen oder ein Trittspurabdruck ihrer Füße. Erfahren Sie interessante Details über Ihre individuelle Fußform, Ihre Fußparameter und eventuelle Fußfehlstellungen.

Senkfuß, Normal, Hohlfuß

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